„Und er bürdete dem Buckel des weißen Wals die Summe der Wut und des Hasses der ganzen Menschheit auf.“
Moby Dick. Kapitän Ahab. Ein gigantischer weißer Wal und eine Besessenheit, die eine ganze Schiffsbesatzung ins Verderben reißt. Herman Melvilles Geschichte gehört zu den großen Erzählungen der Weltliteratur. Und sie bietet mehr als genug Stoff für ein ungewöhnliches Rollenspiel.
Was wäre, wenn wir diese Geschichte nehmen, sie in die Unterwelt verlegen und aus der Jagd nach einem weißen Wal eine Reise durch die Hölle machen?
Genau hier setzt HELLWHALERS an.
Wir spielen verdammte Seelen, die auf der Styxischen See unterwegs sind. Ein endloser, dunkler Ozean, über dem ewige Nacht liegt. Unser Schiff ist Heimat und Gefängnis zugleich. Der Kapitän ist niemand Geringeres als der Teufel selbst. Und er hat uns einen Handel angeboten: Wir sollen einen gigantischen, dämonischen Wal finden und töten. Dafür winkt angeblich die Erlösung.
Ein ziemlich ungewöhnlicher Ausgangspunkt für ein Rollenspiel. Und einer, der mich sofort neugierig gemacht hat.
Denn HELLWHALERS ist nicht einfach nur ein düsteres Seefahrtsabenteuer. Das Spiel verbindet nautischen Horror mit religiösen Motiven, einer ordentlichen Portion Verdammnis und einem Regelwerk, das einen interessanten eigenen Weg geht.
Mich hat dabei nicht nur die Atmosphäre gepackt. Auch der spielmechanische Ansatz ist bemerkenswert. Die eigene Seele wird zur Ressource, die Mannschaft muss ums Überleben kämpfen und die Reise entwickelt sich auf eine Weise, die eng mit den Entscheidungen der Spieler verbunden ist.
In der aktuellen Folge von „Der Rollenspieler bespricht“ nehme ich mir HELLWHALERS genauer vor. Ich schaue mir das Setting, die Charaktererschaffung und die ungewöhnlichen Mechanismen an, die dieses Spiel zusammenhalten.
Dabei geht es natürlich auch um die Frage, ob die Jagd auf einen höllischen Wal tatsächlich genug Stoff für ein Rollenspiel bietet.
Eines kann ich schon verraten: Wer ungewöhnliche Settings und narrative Rollenspiele mag, sollte HELLWHALERS zumindest einmal auf dem Schirm haben.
Also: Leinen los, Laternen entzünden und hoffen, dass unter dem eigenen Schiff nichts allzu Großes schwimmt.
Die neue Folge von „Der Rollenspieler bespricht“ ist online.
Hinweise:
Das Cover obliegt dem Copyright von Brewist Tabletop Games
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Der Rollenspieler ist ein Hobbyprojekt.
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